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Haarausfall - Mesotherapie mit PRP

Die androgenetische Alopezie ist mit etwa 95% die häufigste Form des Haarausfalls. Betroffen sind ca. 80% aller Männer und 40% aller Frauen. Eine nachhaltige Verbesserung der Haardichte war bisher nur durch Haartransplantationen möglich, deren Einsatz aufwendig und limitiert ist.

Eine bahnbrechende Neuerung zur Behandlung des Haarausfalls stellt daher die Mesotherapie mit plättchenreichem Plasma (PRP) da. Hierbei werden aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnene Wachstumsfaktoren mit Mikroinjektionen gleichmäßig in die mittlere („meso“) Schicht der Kopfhaut eingebracht. Die Wachstumsfaktoren führen über eine Zellregeneration in der Haarwurzel zu einer durchschnittlich 30%igen Zunahme der Haarmenge und zu einer deutlichen Verdickung der Haare.

Anwendungsgebiete

Die besten Ergebnisse sind mit PRP bei der androgenetischen Alopezie erzielbar, wenn die Haarwurzeln noch nicht vollkommen verkümmert sind. Es ist also wichtig, möglichst früh mit der Behandlung zu beginnen. Desweiteren eignet sich das Verfahren auch hervorragend zur Behandlung von anderen Haarerkrankungen, wie z.B. kreisrundem Haarausfall.

Wirkung

Die aus dem Eigenblut gewonnenen Blutplättchen setzen nach Aktivierung eine Reihe von Wachstumsfaktoren frei. Injiziert man diese in die Nähe der Haarwurzeln, verbessern sie die Blutzirkulation, regen über eine Stimulation der Stammzellen das Haarwachstum an, regenerieren absterbende Haarwurzeln und stoppen so den Haarausfall.

Vorbehandlung

Mindestens 7 Tage vor einer Mesotherapie mit PRP sollten Aspirin, ASS, Voltaren, Ibuprofen oder ähnliche Schmerz- und Rheumamittel (NSAID) gemieden werden, da diese die Vitalität der Blutplättchen und damit die Freisetzung von Wachstumsfaktoren hemmen. Paracetamol und Novalgin/Metamizol sind erlaubt.

Behandlung

Nach ausgiebiger Desinfektion wird die Kopfhaut zunächst mit einer lokal betäubenden Creme behandelt. Anschließend wird aus Ihrer Armvene entnommenes Blut in einem Sanduhr-ähnlichen Spezialröhrchen zentrifugiert. Dadurch wird das Vollblut in drei Schichten getrennt: Während sich die schwereren roten und weißen Blutkörperchen am Boden des Röhrchens ablagern, bildet das zellarme Blutplasma die obere gelbliche Phase. Genau zwischen diesen beiden Schichten befindet sich das milchig weißliche „plättchenreiche Plasma“ (PRP), ein Konzentrat aus Blutplättchen (Thrombozyten)..

Dieses PRP wird extrahiert und dann mit ein wenig Calciumlösung vermischt, um die Blutplättchen zur Freisetzung ihrer Wachstumsfaktoren zu stimulieren. Direkt im Anschluss wird dann das Wachstumsfaktor-reiche PRP an den lichten Haarstellen mit einem speziellen elektronischen Mesotherapiegerät (MCT Injektor der Firma Mesoesthetic) mit multiplen kleinen Nadelstichen gleichmäßig in die mittleren Hautschichten der Kopfhaut injiziert.

Insgesamt werden drei PRP-Behandlungen in vierwöchigen Abständen benötigt. Um den Erfolg zu erhalten, sollte die Behandlung dann ein bis zweimal jährlich wiederholt werden.

Nachbehandlung

Direkt nach der Behandlung wird die behandelte Region mit Coolpacks gekühlt, um Schwellungen und Blutergüssen entgegenzuwirken. Die Haut ist zunächst gerötet und man sieht die Einstiche. Die Kopfhaut ist aufgepolstert und spannt leicht. Aber schon nach wenigen Stunden sind Sie wieder voll gesellschaftsfähig. Duschen und Haarewaschen ist bereits am nächsten Tag wieder möglich.

Behandlungsergebnis

Bereits zwei Wochen nach der dritten Injektionsbehandlung, also etwa dreieinhalb Monate nach Therapiebeginn wird die durchschnittlich 30%ige Zunahme der Anzahl der Haare und die Verdickung der vorhandenen Haare erkennbar. Die Wirkung ist nachhaltig, wenn die Behandlung ein bis zweimal jährlich wiederholt wird.

Kombinationen

Um das Ergebnis zu optimieren, ist evtl. eine zeitgleiche Therapie mit Minoxidil oder Finasterid sinnvoll. Beide Wirkstoffe verlängern die Wachstumphase des Haares. Sinnvoll ist auch die Kombination mit anderen Maßnahmen, die die Stammzellen in den Haarwurzeln anregen, wie z.B. einer Radiofrequenzbehandlung.

Risiken und Nebenwirkungen

Weil bei der Mesotherapie nur körpereigene Wachstumfaktoren für die regenerative Therapie genutzt werden, gibt es abgesehen von vorübergehenden Rötungen, Schwellungen und kleinen Blutergüssen an den Einstichstellen keinerlei Risiken. Allergien oder Unverträglichkeiten können gänzlich ausgeschlossen werden.

Gegenanzeigen

Akute Entzündungen an der Kopfhaut schließen die Durchführung einer Mesotherapie mit PRP aus. Bei Krankheiten, die durch Blut übertragen werden, sollte man PRP genau überdenken. Wir führen zur Sicherheit keine Mesotherapie mit PRP durch, wenn Hepatitis, HIV o.ä. bekannt ist. Eine Schwangerschaft spricht grundsätzlich gegen ästhetische Behandlungen. Auch Störungen der Blutgerinnung, Autoimmunerkrankungen, Leberkrankheiten, Krebs sprechen eher dagegen.

Behandlungspreis

Je nach Größe der zu behandelnden Region berechnen wir pro Sitzung zwischen 350 und 500 Euro.